Was war zuerst da, das Ei oder das Huhn?
All diese und noch viele Fragen mehr, konnten die Kinder der Riesenwelt in den letzten Wochen nachgehen. Gespannt begannen wir in der Bärengruppe dieses Projekt, indem wir einen Brutkasten anschlossen und den Eiern die Möglichkeit gaben zu zeigen, was in ihnen steckt. Um herauszufinden, woher ein Küken kommt, mussten wir 21 Tage Geduld aufbringen. Die Kinder lernten, dass es wichtig ist, auf die genaue Luftfeuchtigkeit im Brutkasten zu achten, dass die Eier immer gleichmäßige Wärme benötigen, es dabei aber trotzdem notwendig ist, den Deckel des Brutkastens täglich für 10 min zu öffnen, um ein wenig frische Luft zuzuführen.
Mit den Tagen stieg auch die Spannung der Kinder: „Wann kommen die Küken, wie können wir erkennen, ob ein Küken im Ei wächst?“
Nach 10 Tagen durften die Kinder beim „Schieren“ zusehen. Beim „Schieren“ werden die Eier mithilfe einer Schierlampe durchleuchtet. Wir konnten dabei beim genauen Hinsehen schon erste Äderchen und sogar ein Auge entdecken. Nach 15 Tagen wurde dieser Vorgang ein zweites Mal wiederholt.
Am 19ten Tag wurden die Rollen im Brutkasten entfernt, so haben die Küken genügend Platz zum Schlüpfen.
Das geduldige Warten lohnte sich. Dies bewies sich nach genau 20 Tagen. Bei zwei Eiern waren kleine Löcher zu sehen. In der darauffolgenden Nacht erblickten die ersten beiden schwarz-gelben Küken das Licht der Welt. Die Kinder waren begeistert. Am selben Nachmittag konnten schließlich doch noch einige Kinder bei einer „Geburt“ dabei sein, und bei einem weiteren Ei eine aufgebrochene Schale entdecken. Sogar Eltern und Geschwister, die zufällig in der Nähe waren und von dem Ereignis erfuhren, kamen spontan vorbei, um diese Besonderheit zu verfolgen. So sehr hätten sie sich auch gewünscht, das Schlüpfen eines weiteren Kükens selbst mitzuerleben. Leider war ihnen dies nicht mehr vergönnt. Deshalb blieb ich noch einige Stunden im Kindergarten und konnte so das Schlüpfen des vierten Kükens miterleben und diesen Vorgang auch mitfilmen. Dieses Video leitete ich direkt an die Eltern weiter.
Die Kinder konnten es an diesem Morgen kaum erwarten in die Bärengruppe zu kommen, um die frischgeschlüpften Küken zu begrüßen und sie anschließend genau zu beobachten.
Drei Tage verbrachten die vier Küken im großen, warmen Käfig. Der Höhepunkt für alle Kinder, war dann, als jeder der sich traute, ein Küken in den Händen halten durfte und ihr feines „Fell“ fühlen und das pochende Herz spüren konnte. Ein tolles Projekt ging zu Ende, natürlich auch mit der Botschaft, dass normalerweise eine Henne das Ei ausbrütet und sich liebevoll um den Nachwuchs kümmert, wir aber so nie die Möglichkeit gehabt hätten, den genauen Ablauf so hautnah mitzuerleben und zu beobachten.
Ein herzliches Dankeschön an Carina Guggelberger, die uns das gesamte Equipment zur Verfügung stellte und uns auch die Eier besorgte. Wir freuen uns schon, wenn wir unsere Küken besuchen dürfen. In der Zwischenzeit werden die Kinder laufend von ihr mit neuen Bildern über die Fortschritte der Küken versorgt.


























